Axel Pelz schert sich offenbar um diese beiden Gedanken einen feuchten Kehricht. In seinem Comic »MATHE« geht er einfach davon aus, dass, wer Interesse an Logik (hier: Mathematik) hat, in gleichem Maße Interesse an Kunst (z.B. Comics) mitbringt. Das Angebot, ein Vorlesungsskript des Mathematikprofessors Dr. Christian Spannagel über Arithmetik (Zahlentheorie) an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu illustrieren, nutzt er dazu, gleich einen ganzen Comic daraus zu machen. Beginnt bei Euklid und den Primzahlen, schwenkt über den Satz des Pythagoras zu Fermat und dessen großen oder letzten Satz, beweist nebenher auf unorthodoxe Art die Goldbachsche Vermutung und landet, über die Zahl Pi hüpfend, beim Zwillingsparadoxon in Einsteins Relativitätstheorie. Das alles in einem Stil, der eine ganz eigene Fusion der 1920er Max Fleischer Cartoons mit dem klassischen Sixties US-Underground und 80er Krakeligkeit bietet.