Die Jahre in Asagaya versammelt 13 autobiografische Geschichten u?ber die eigenen Kämpfe des Ku?nstlers mit der Liebe, der Kunst, mit Alkohol und psychischen Erkrankungen. Urspru?nglich waren sie in den 1970er-Jahren in der japanischen Zeitschrift GARO erschienen, dem Flaggschiff des avantgardistischen Manga. Neben Yoshiharu Tsuge war Shin’ichi Abe der erste japanische Zeichner, der regelmäßig und ungeschönt u?ber sein Privatleben schrieb und zeichnete. Durch die intime Selbstentblößung in seinen Geschichten vom melancholischen Ku?nstler, der im Tokyoter Bohème-Viertel Asagaya lebt, werden die Risse eines intensiven Lebens allmählich sichtbar. Shin’ichi Abes eindringlicher Zeichenstil ist der Inbegriff einer expressionistischen Sprache, die den alternativen Manga in den fru?hen 1970er-Jahren charakterisierte. Eine Verfilmung mit dem Titel Miyoko Asagaya Kibun kam 2009 unter der Regie von Yoshifumi Tsubota in die Kinos.