Illustratorin Patricia Thoma hat sich u?ber zwei Jahre immer wieder hinter hochgesicherte Gitter und Mauern in Gefa?ngnisse begeben und mit Inhaftierten aus ganz Deutschland gezeichnet. In den so entstandenen Bildergeschichten gewa?hren uns die Ma?nner und Frauen einen Einblick in ihre Gedankenwelt und ihren Alltag zwischen Zelle, Arbeit und Therapie, der aufwu?hlt, schockiert, aber auch mit einer Prise schwarzen Humors gewu?rzt ist. Hier sitzen Kleinkriminelle und Suchtkranke neben politisch motivierten Straffa?lligen. Die Schwere und die Motive fu?r die Taten ko?nnten unterschiedlicher nicht sein. Das Gefu?hl von der Gesellschaft fallengelassen und ignoriert zu werden aber verbindet sie alle. Ha?usliche Gewalt, Vernachla?ssigung und Perspektivlosigkeit fu?hrten bei vielen in eine Spirale von Drogen, Kleinkriminalita?t und Gewalt. Jeder hat ein Bild vom »Knast« im Kopf, obwohl nur wenige dort gewesen sind. Die Ha?ftlinge werden auf ihre Tat reduziert. Doch auch sie haben Familien – oft auch Kinder, die meist in Pflegefamilien leben. Ziel der Haft ist Resozialisierung – die Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit. Und so eint eines diese Ha?ftlinge: die Hoffnung auf ein Leben ohne Verbrechen im Kreis ihrer Familie.